Die Kobudo-Waffen

Hier möchte ich die einzelnen Kobudo Waffen ein bisschen vorstellen

Die Waffen in unserem Kobudo sind nichts anderes, als „alltägliche Werkzeuge“. Aus dem Selbstverteidungsgedanken heraus wurde verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten trainiert, verfeinert und in einem „überlieferbaren Schulungssystem“ zusammengefasst.
Die wichtigsten Werkzeuge aus unserem Kobudo, welches auf der „Jinbukan“-Schule von Katsuyoshi Kanei basiert, sollen hier kurz aufgezeigt werden.
Es sind jeweils die japanischen Bezeichnungen eingetragen, welche für unsere Prüflinge relevant sind.

BO, KUN

Übersetzt in etwa „Langstock“. Gemeint ist der „Roku-Shaku-Bo“ – also ein Stab mit einer länge von sechs (roku) shaku (Maßeinheit: 30,3cm).
Ursprünglich wohl ein Wanderstock, oder als „Lastenträger“ benutzt. Es gibt aber noch weitere ähnliche Werkzeuge, mit denen man Bo-Techniken ausführen kann, z.B. ein Speer oder den sogenannten „Nunti-Bo“ – ein Bo mit Metallspitze in „Manji“-Form.


EKU, OAR

Das waren Bezeichnungen für ein „Paddel“. Naheliegend für die vielen Fischerdörfer auf Okinawa und den anderen Ryukyu Inseln.
Es gibt spezielle Bewegungsmuster und Kata, jedoch können viele Bo-Techniken und Kata auch mit dem Eku geübt werden.


SAI

Die Herkunft dieser Gabeln ist ein wenig umstritten. Manche glauben sie entstammen von Bauern-Werkzeugen um Furchen in den Ackerboden zu ziehen. Andere stützen sich auf die Theorie, dass dies Werkzeuge von Fischern waren, um die Netze aus dem Wasser einzuholen.
Archäologische Funde und noch existierende Statuen zeigen aber auch Mönche und Wachsoldaten in China und Indien, die diese Gabeln an der Hüfte trugen.
Es gibt Sai in verschiedensten Ausführungen. Mit und ohne Klinge, als Manji-Sai, …


KAMA, GAMA

Dieses Gerät findet auch heute noch genauso Einsatz.
Neben der klassischen Form gibt es natürlich auch hier leichtere und schwerere Ausführungen, ebenso z.B. auch eine Variante, die eine Kette (Kusari), meist mit Gewicht am Ende, im Griff verbirgt (Kusari-Kama).


TONFA, TUIFA, TUNKWA, TUNGKWA

Hier ist die Erklärung schon etwas schwieriger. Benutzt als Schlagstock mit verschiedenen Schlag-, Stoß- und Schwungtechniken.
Ursprünglich wohl eine Art Hebel/Kurbel, eine mechanische Vorrichtung um einen „Mühlstein“ mit der Hand zu drehen.

Nunchaku

Historisch gesehen nichts anderes als ein Dreschflegel der Bauern…
Berühmtheit erlangt durch unzählige fernöstliche Kung Fu Streifen, allen voran mit Bruce Lee.
ACHTUNG: Im Shinbukan Dojo kann hier nur die Theorie vermittelt werden.
In Deutschland gelten Nunchaku als „Verbotener Gegenstand“ – Der Besitz ist untersagt…


Es gibt noch viele weitere „Arbeitsgeräte“, die in unterschiedlichsten Kobudo-Stilrichtungen trainiert werden, alle hier anzuführen würde den Rahmen sprengen 🙂

Auch für alles weitere, was es zum Gebrauch dieser Geräte, Anwendungsmöglichkeiten, Trefferpunkte, überlieferte Kata usw. zu Wissen gibt – hierfür musst Du vorbeikommen oder anderweitig Kontakt aufnehmen.